Arthur Projekte Politische Bildung

Politsche Bildung

Der Verein engagiert sich seit Jahren im Bereich der politischen Bildung, insbesondere im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit. Dabei sind vor allem zwei Projekte zu nennen. Einerseits das Projekt Menschenrechtsbildung, welches Projekttage an Schulen in Zusammenarbeit mit amnesty international organisiert. Andererseits die Gedankenspiel-Reihe, bei der in unregelmäßigen Abständen aktuelle Themen in kultureller Umrahmung diskutiert werden. Letzteres findet in Zusammenarbeit mit der Stiftung Weiterdenken statt.

Menschenrechtsbildung - "zum beiSPIEL: MENSCHENRECHTE"

Das Projekt "zum beiSPIEL: MENSCHENRECHTE!" ist hervorragend geeignet, um wichtige soziale Kompetenzen auszubilden und sie über ihre Rechte und Pflichten zu informieren.

Das politische Bildungsangebot ist kostenfrei und kann in Form von Unterrichtseinheiten (mindestens 90 Minuten) oder Projekttagen durchgeführt werden.

 

Werde TeamerIn bei „zum beiSPIEL: MENSCHENRECHTE!“ für Kinder und Jugendliche

(ein Kooperationsprojekt von Amnesty International Chemnitz und dem Kulturzentrum Arthur e.V.)

wir suchen

Aufgeschlossene, politische interessierte Menschen, die Lust haben Kindern und Jugendlichen das Thema der Menschenrechte praxisnah zu vermitteln.

was wir fordern

- Interesse und Engagement sich mit dem Themenfeld der Menschenrechte und Menschenrechtsbildung  auseinanderzusetzen

- Interesse und Einfühlungsvermögen in der Zusammenarbeit mit Kindern und/oder Jugendlichen

- mind. 3 Hospitationen in Schulen oder anderen Bildungseinrichtungen

- Bereitschaft zur Weiterbildung

was wir bieten

- Praktische Erfahrungen im Bereich der politischen Kinder- und Jugendbildung und der Friedenspädagogik

- Bei Interesse: Vermittlung Fertigkeiten in den Bereichen der Theaterpädagogik und des politischen Theaters

- Kostenlose Weiterbildungen mit FachreferentInnen aus ganz Deutschland

- Finanzielle Aufwandsentschädigung

 

Kontakt

Susann Neuenfeld

  • 0371 / 3068408

menschenrechte@arthur-ev.de

Gedankenspiel

Gedankenspiel

Hier kurz etwas über die Idee des Gedankenspiels und die vergangenen Themen. Die Reihe entsteht in Kooperation mit Weiterdenken - Heinrich Böll Stiftung Sachsen.

GedankenSPIEL #1: Die Diktatur der Angst

„Rechtfertigt das Unsicherheitsempfinden Einzelner die Einschränkung der Freiheitsrechte Aller?“ - Eine Frage, die in der Diskussion um Konflikte im Öffentlichen Raum dringend gestellt werden muss. Arthur e.V. und seine Gäste versuchten, dieser Frage mittels einer Podiumsdiskussion, die durch einen künstlerischen Impuls eröffnet wurde, auf den Grund zu gehen.

 

GedankenSPIEL #2: Kindsein? – Is nich!

Kinder und Jugendliche wachsen in Deutschland mit sehr unterschiedlichen sozialen Rahmenbedingungen auf. Armut und Perspektivlosigkeit bei den einen, materielle und kulturelle Absicherung bei den anderen. Das Auffangen der einen Seite mittels sozialer Netzwerke wird in Zeiten knapper öffentlicher Mittel immer häufiger als Last und unbezahlbarer Luxus empfunden. Dem gegenüber stehen aber die international anerkannten Kinder- und Jugendrechte. Doch sind Kinder- und Jugendrechte tatsächlich nur ein Kostenfaktor, den es zu minimieren gilt? Werden Heranwachsende in einer überalternden Gesellschaft zur Minderheit ohne Lobby? Verkommen Kinder- und Jugendrechte mehr und mehr zu Wahlkampfparolen? Und welche Bedeutung haben Kinder- und Jugendrechte in Chemnitz als zweitälteste Stadt Deutschlands?
Darüber diskutierten wir mit:
Astrid Schult (Filmemacherin/ Berlin)
, Prof. Manfred Liebel (FU Berlin)
, Holger Pethke (Stadt Chemnitz)
, Uta Wanicki (AWO Chemnitz)

GedankenSPIEL #3: Verschwende deine Jugend!?

Diskussion zu Jugend und Kultur in Chemnitz mit:
Bernd Lasdin (Fotograf/ Neubrandenburg)
, Beate Wesenberg (Projekt Reitbahnstraße/Chemnitz)
, Klaus Farin (Autor; Archiv Jugendkultur/Berlin)
, Bernd Ruscher (Leiter Kulturbüro Chemnitz)

GedankenSPIEL #4: Ausländer Rein! – Heimisch werden in Chemnitz

Ausländische MitbürgerInnen machen einen Bogen um Chemnitz. Derzeit rangiert Chemnitz mit einem Ausländeranteil von 2,7 Prozent nicht nur hinter den sächsischen Metropolen Dresden (ca. 4 Prozent) und Leipzig (ca. 4,7 Prozent), sondern auch hinter wesentlich kleineren Städten wie beispielsweise Zwickau (ca. 4,3 Prozent). Dabei ließe sich mit einem höheren Anteil den demografischen Problemen der Stadt entgegenwirken und dem Image der Modernität eine multikulturelle Komponente beimischen. Stattdessen stagniert der Ausländeranteil auf extrem niedrigem Niveau und beim Zuzug verzeichnete die Chemnitzer Ausländerbehörde zuletzt sogar einen Rückgang. Warum zieht es immer weniger MigrantInnen in die drittgrößte Stadt des Freistaates? Was sind die dringendsten Probleme von Migrantengruppen und Asylsuchenden in Chemnitz? Und welche Veränderungen können zu mehr Integration und Partizipation führen?
Diese und andere Fragen haben wir untereinander und mit den Gästen in Form eines Gedankenaustausches diskutiert. Als künstlerischer Impuls lief vorab ein Dokumentarfilm.


Carina Hoffmann (Ag In- und Ausländer/Chemnitz)
, Geraoldo José Mano (Verein der Angolaner e.V./ Chemnitz), 
Inken Carstensen-Eguom (TU Chemnitz), 
Prof. Bernhard Nauck (TU Chemnitz), 
Etelka Kobuß (Ausländerbeauftragte Chemnitz), 
Jörk Kulawinski (Hörmann Rawema GmbH/ Chemnitz)

GedankenSPIEL #5: Menschenrechte in Seenot!? mit Elias Bierdel

Elias Bierdel rettete 2004 als Leiter des Hilfskomitees Cap Anamur im Mittelmeer 37 in Seenot geratene Flüchtlinge.
In Italien wurde er daraufhin der Schlepperei beschuldigt und in einem Aufsehen erregenden Prozess mit vier Jahren Haft und 400.000 Euro Geldstrafe bedroht. Im Oktober 2009 wurde Bierdel in erster Instanz freigesprochen. Elias Bierdel berichtet über die Rettungsaktion im Jahr 2004 und deren Folgen, die Ereignisse an den Außengrenzen der EU und über die vielen tausend Opfer, die diese Grenze nicht überwinden konnten.

GedankenSPIEL #6: "Und tschüss?! Exklusion (aus) der Arbeitswelt"

Der Film "work hard play hard" zeigt eine sterile Arbeitswelt, in der Firmen nach einer permanenten Optimierung der Arbeitskraft und Arbeitszeit streben. Zusätzlich wirken Maßnahmen wie Sanierungen, Restrukturierungen und Entlassungen auf die Einstellungen und Arbeitsmoral der Arbeitnehmer_innen. Wie und warum funktionieren diese (selbst-)diskriminierenden und -selektiven Mechanismen?
Wer erhält Zugang zu einer derart entpersonalisierten Arbeitswelt und kann den Anforderungen entsprechen? Welchen Wert haben der und die einzelne Arbeitnehmer_in für das Unternehmen?
Können in dieser Arbeitswelt Aspekte wie Vielfalt, Behinderung, Migration oder gesellschaftliche Fragen wie Frauenförderung und Vereinbarkeit von Beruf und Familie überhaupt berücksichtigt werden?
Bieten derartig entgrenzte, aufgeweichte Arbeitsräume jenen Chancen zu einem Eintritt in die Arbeitswelt, die bisher "draußen" waren?
Mit
Carmen Losmann (Regisseurin)
Prof. Dr. G. Günter Voß (TU Chemnitz)
Moderation: Frank Weißbach


Kontakt

Susann Neuenfeld

0371-302538

gedankenspiel@arthur-ev.de